Warum Geruch bei CHUKO zum Gameplay wird
CHUKO betrachtet eine Spielwelt aus Hundeperspektive. Der Geruchssinn soll Orientierung, Entdeckung und Entscheidungen prägen.

Eine Welt, die anders gelesen wird
Viele Spiele erklären ihre Welt vor allem über das Sehen. Karten, Markierungen, Licht und Farbe zeigen, wohin wir gehen sollen. CHUKO beginnt mit einer anderen Frage: Wie verändert sich ein Abenteuer, wenn der Geruchssinn die wichtigste Informationsquelle ist?
Die spielbaren Hunde Chuko, Magnus und Lilly sollen ihre Umgebung nicht wie Menschen wahrnehmen. Für sie kann eine unsichtbare Spur wichtiger sein als ein sichtbarer Weg. Gerüche können verraten, wer an einem Ort war, wie lange ein Ereignis zurückliegt oder welche Richtung eine Spur genommen hat.
Geruch als lesbares System
Der Geruchssinn darf nicht nur als schöner Effekt erscheinen. Spielerinnen und Spieler müssen verstehen, welche Information eine Duftspur trägt und wie sie darauf reagieren können. Deshalb arbeitet das Konzept mit einer visuellen Übersetzung von Geruch.
Diese Darstellung ist kein Ersatz für den Geruchssinn eines Hundes. Sie ist eine spielerische Sprache, die Unsichtbares verständlich macht. Farbe, Bewegung, Dichte und Verlauf können unterschiedliche Eigenschaften einer Spur vermitteln.
Das angestrebte System soll:
- Duftspuren als alternative Wege durch eine Umgebung sichtbar machen
- Figuren, Orte oder Ereignisse durch eine eigene Duftidentität unterscheiden
- Intensität und Alter einer Spur verständlich vermitteln
- Entdeckungen belohnen, die mit normalem Sehen verborgen bleiben